Alinghi 1 - Emirates Team New Zealand 1
Im 32. America's-Cup-Match steht es 1:1, der Titelverteidiger Alinghi kam mit einem Rückstand von 28 Sekunden auf den Challenger, Emirates Team New Zealand, ins Ziel.
Bei Windgeschwindigkeiten von 8 bis 11 Knoten aus Ost-Südost führte Alinghi während der ersten Hälfte des Rennens. Das Schweizer Team startete links von ETNZ, gewann die erste Kreuz und führte bei der ersten Topmarke mit 19 Sekunden. ETNZ konnte auf der Vorwindstrecke etwas Wasser gut machen, aber Alinghi führte bei der Leemarke noch mit 13 Sekunden.
Die Wende in diesem Rennen kam auf der zweiten Kreuz. Alinghi rundete das Leegate auf Steuerbord während ETNZ auf Backbord rundete. Das brachte Alinghi zu Beginn der zweiten Amwindstrecke in eine Position links von ihrem Gegner. Zuerst war diese Position sehr günstig und Alinghi führte mit 50 bis 60 Metern.
ETNZ übernahm die Führung nach etwa einem Drittel der Kreuz, als der Challenger links von Alinghi segelte und sich absetzen konnte. Beide Boote waren auf Backbordbug und Alinghi konnte sich aus dem Lee vorkämpfen, aber als beide Boote auf Steuerbord wendeten und der Wind nach rechts drehte, war der Schweizer Titelverteidiger über der Layline zur Marke.
«Auf dieser zweiten Kreuz war die See wegen der vielen Zuschauerboote extrem unruhig und wir schienen ein wenig Geschwindigkeit zu verlieren, wir kontrollierten Ruder und Kiel, konnten aber nichts sehen. Aber wir waren auf dieser zweiten Kreuz nicht gut unterwegs und sie (ETNZ) konnten aufholen und die Führung übernehmen.»
«Der Kurs war in etwa ausgeglichen und wir mussten einfach die Dreher gut segeln. Jon Bilger, unser Wettermann, sagte, beide Seiten seien etwa gleich, also wollten wir einen sauberen Start und danach auf der rechten Seite segeln», fasste Rodney Ardern, Runner/Grinder auf SUI100, die Situation zusammen.
Rennen 3 des 32. Matchs ist auf Dienstag, 26. Juni, um 15.00 Uhr angesetzt.
Hattest du das Gefühl, dass Emirates Team New Zealand leicht schneller war bei den heutigen schwachen Winden? «Die ersten zwei Abschnitte zeigten, dass wir auch in diesen schwächeren Winden okay segeln. Natürlich war es enttäuschend, überholt zu werden», sagte Rodney Ardern.
Habt ihr euch während der vierjährigen Vorbereitungszeit auch auf eine Niederlage vorbereitet? «Selbstverständlich. Man muss seinen Gegner respektieren und wir wussten, dass sie ein starker Herausforderer sein würden. Wir rechneten nicht mit einem 5:0, das wäre naiv. Der Weg zum Sieg ist noch lang», betonte Rodney Ardern.
27.06.2007
/ re
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